Fotogalerie

 
 
 
 

Text-Tiegel 1: 16. Dezember 2008

mit Simon Chen, Isa Wiss, Pablo Haller, Michael van Orsouw; MC: Toni Caradonna

Das angelaufene Schaufenster bedeutet: Die LOGE ist voll. Fast 60 Personen wollen die Textproduzenten live erleben, wie sie ihre in 45 Minuten unter erschwerten Barbedingungen formulierten Sätze dem Publikum präsentieren. Simon Chen trägt die unvorteilhafte Startnummer 1. Und liest einen Text über Horst Derrick Tappert, den man in so wenig Zeit eigentlich gar nicht schreiben kann. Ein brutaler Steilpass für die anderen. Isa Wiss kontert überraschend und lautpoetisch-drängend-dringlich. Reto Bernhard meldet sich an der Kasse und textet und liest mit. Und seine Derrickin kann sich hören lassen. Michael van Orsouw zeigt eindrücklich und in bestem Bühnendeutsch, was er in der Helvetia Bar auf seinen Memory-Stick gezaubert hat. Zu letzt aber nicht zu wenigst zeigt uns der zu Derricks Zeiten noch lange nicht Windel tragende Beat-Lyriker Pablo Haller ein komplett neues Horst-Gesicht. Eines, das tot ist, aber gelebt hat, gut gelebt hat.

Toni Caradonna hat gewohnt witzig und sehr charmant durch das neue Literatur-Format geführt. Er begleitet die ganze Reihe.

Nach der gelungenen Première schnappt das Publikum  Wein und Luft und tappert hoffentlich glücklich nach Hause. Logenbruder Jürg holt Toni schon mal den Wagen.

Und übrigens: Simon Chen text-tiegelt am Final am 9. Juni!  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

Wehwlat Koslovsky, Franz Klötgen: 25. November 2008

Zwar gezeichnet von Schlafmangel und anderen Kalamitäten einer langen Club- und Bühnentour, nehmen die 3 Berliner Performance-Poeten am 25. November gleichwohl den 1. August vorweg: ein Silben-Feuerwerk in schillernd Farben und Supersonic!

Ganz zu Beginn zeigt Julian Heun mit 2 Texten, warum er eben gegen 249 andere Zunftmitglieder Poetry Slam Vizemeister in Zürich wurde.

Die beiden freien Radikalen und Verwehwalter des Reims, Koslovsky & Klötgen (4. im Team-Wettbewerb), brennen eine kolossale Ode an das Versmass ab: kompromisslos kantig, rund in wunderbar Sprachgewand, bitterbös-lodernd und stets zur Stelle.

 

 

 

 

Fotos

 
 

Ralf Schlatter: 11. November 2008

Autor und Kabarettist Ralf Schlatter las in voller, heisser LOGE aus seinem neuen Buch "Verzettelt"  (Merian-Verlag).

Die (erfundenen) kurzen Geschichten und Anekdoten waren extrem witzig und unterhaltsam: Elvis auf Rolfs Knie. Doris undoder Klaus!

Der Salzburger Stier-Preisträger von 2004 hat aus kurzen und sehr kurzen Notizen kleine Welten aufgetan. Und sich dabei wie immer nie verzettelt.

 
 
 

Toini: 14. Oktober 2008 

ganz allein mit akustischer Gitarre

Toinis sanfte Stimme und feinen Saitentöne kriechen als klingende Melodien und dissonante Inhalte langsam und leise ins ZuhörerInnen-Hirn.

Und lassen dort das kleine Leben stattfinden.

 
 
 

Jaromir Konecny: 12. Oktober 2008

"Der gefährlichste Cunilingus meines Lebens und andere Kunststücke."

Oder: "Die renitente Gitarre und der mährische Gulasch-Meister."

Und wie wars mit dem versprochenen Titelstück?

Es fand statt und verursachte verbogene Nasenknochen.

Jaromir, wir freuen uns schon auf deine nächsten missglückten Verrenkungen zum Wohle der Frau.

 
 
 

Miriam Erni, Corina Freudiger: 16. September 2008

Irgendwo in Texas standen mit ihrer Minibühnenshow „Himbeeren, Trucks, Pailletten“ auf den LOGE-Brettern.

In ihren unterhaltsamen Texten und ihrem unterschiedlichen Spiel spiegelt sich das George W.-Amerika: endlose Interstates, Burgerpaläste, Knarren und Dollarnoten - fassadig auf 5m2 zurechtgestutzt.

 
 
 

Lili Sorglos: 9. September 2008

mit "Ich bin zur Zeit frei."

Lili Sorglos (LU) hat sehr locker und elegant durch den Abend geführt und die 20 Besucher/innen äusserst gut unterhalten. Obwohl die 75 Minuten leicht bekömmlich waren, hat die Comedienne auch stets das weinende Auge mitzwinkern lassen.

 
 
 

Franz Dobler: 23. Mai 2008

"Aufräumen" heisst das Buch. Ist das Thema.

Dobler beliest das Publikum und beweist: Dass er der einzige wahre Bayrische Cowboy mit Punkrock-Attitude ist. Whisky im Glas- Leder um die Schultern - Augen mit Geschichte(n) hinter dunkelster Verglasung.

Die erste Co-Veranstaltung mit Jablak. 

 
 
 

Peter Holliger & Marcel Ege: 6. Mai 2008

"Schade, dass man Wein nicht streicheln kann": In der Tat. Aber man kann ihn trinken. Haus Österreich hat dafür gesorgt, dass das zahlreiche Publikum schon vor dem ersten Ton in bester Stimmung war. Peter Holligers rauhes und höchst professionelles Seiten- und Marcel Eges zartes und extrem differenziertes Saitenspiel entführten die Zuhörer/innen auf eine Tour d'Horizon des Weins. Nach der kulturellen Verkostung der süsse Österreicher zum Schluss.

 
 
 

Markus Roduner: 18. März 2008

Las aus Balys Sruoga's "Wald der Götter". Sruoga ist ein Baltischer Nationaldichter. Markus Roduner lebt in Litauen und übersetzt und kommentiert Literatur, die bei uns völlig unbekannt ist. Der Wahl-Litauer beeindruckt  im Gespräch mit Logenbruder André Schürmann mit seinem profunden Wissen und seiner Fähigkeit, literarische mit politischen, wirtschaftlichen und religiösen Ereignissen in Beziehung zu bringen.

 
 
 

Heini Gut: 11. März 2008

Anagramme: "Ungesagtes und Unerwartetes"

Vor Heini Gut ist kein Buchstabe, kein Wort und kein Satz sicher. Er bringt alles durcheinander: ins Chaos und zurück in ein anderes Leben. In immer neuer Zusammensetzung, unerwartet, bewegend. So könnte die LOGE seit Heini Gut LEGO heissen. 

 
 
 

Pedro Lenz: 26. Februar 2008 (55 Zuhörer/innen!)

mit "Angeri näh Ruschgift!"

Der Star des Berner Lokalkolorits schaut besonders gut hin. Er erzählt wie kein Anderer mit einer unter die Haut gehenden Naivität und Ernsthaftigkeit aus unser aller Alltag. Das ist lustig, unterhaltsam und bedrückend.

"Doppelmeter" Lenz kann Mann und Frau nur: lieben.